
»So erfreulich und ermutigend die bisherige Bilanz des Projekts Gute Arbeit auch ausfällt, so wenig Anlass haben wir doch, uns zurückzulehnen und zu hoffen, dass das Momentum dieser Initiative nun bis auf weiteres ausreichen könnte, um Arbeit tatsächlich besser werden zu lassen. Im Gegenteil: Wir werden unsere Anstrengungen verstärken müssen. In der Wirtschaftskrise sind die Zeiten für Gute Arbeit wieder rauer geworden. Dabei nimmt der objektive Bedarf an wirksamen Strategien für gute und gegen schlechte Arbeit gerade in Krisenzeiten zu, aber gleichzeitig werden deren Erfolgsbedingungen in Zeiten hoher Arbeitslosenzahlen keineswegs einfacher.« Lothar Schröder
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»Gerade in zugespitzten Krisen- und Konfliktphasen erweisen sich demokratische Einwirkungsmöglichkeiten als unverzichtbare Voraussetzungen humaner Arbeitsgestaltung. Nicht nur, weil die Ermöglichung und Förderung von Eigeninitiativen und Partizipation Essentials für die Herstellung ‚salutogener Settings’ im Betrieb sind. Sondern auch, weil sich nur über die Mobilisierung von kollektiver Selbsthilfe, arbeitspolitischer Verhandlungsmacht und realen Einwirkungen der auf die Umbrüche in der Arbeitswelt das realisiert lässt, was wir als Möglichkeit und Notwendigkeit reklamiert haben: Eine Arbeitspolitik, die Gute Arbeit nicht der Krise des Finanzkapitalismus opfert, sondern als Leitbild einer weit reichenden Neuorganisation der Arbeit aufwertet.« Dr. Hans-Jürgen Urban
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»Was wird aus Gute Arbeit in Zeiten der Finanz- und Wirtschaftskrise? Entpuppt sich das Konzept jetzt als ein Schönwetterthema, das in der politischen Landschaft keinen Platz mehr hat? So fragen jetzt viele. Ich sehe das nicht so. Die Arbeitgeber rufen nach dem Staat, also auch nach dem Steuerzahler, und wälzen gleichzeitig die Lasten der Wirtschaftskrise auf die Beschäftigten ab und verschlechtern ihre Arbeitsbedingungen. Finanzmarktkrise und Wirtschaftskrise radikalisieren die Zumutungen an die Beschäftigten und lassen Gesundheit und Qualität der Arbeit zu einem noch prekäreren Gut werden als ohnehin schon...« Klaus Pickshaus
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»Über den Widerstandsaspekt hinaus setzt die Strategie der Guten Arbeit auf betriebspolitische Interventionen, um in zentralen Feldern der Gestaltung von Arbeitsbedingungen gestützt auf erweiterte Arbeitsschutz- und Mitbestimmungsrechte und Konzepte innovativer Arbeitspolitik handlungsfähig zu werden und Alternativen gegen marktzentrierte Ansprüche und Steuerungsformen in Stellung zu bringen. Dabei ist die Stärkung der Konfliktfähigkeit der Interessenvertretungen die unerlässliche Basis für das Ausloten von Kompromiss- und Konsenslösungen mit dem Management.« Klaus Pickshaus/Hans-Jürgen Urban
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»Die Forderung nach Guter Arbeit heißt somit zu allererst, schlechter Arbeit Grenzen zu setzen, ist aber zugleich eine Chance, um in zentralen Feldern der Gestaltung der Arbeitsbedingungen vor allem betriebspolitisch handlungsfähig zu werden und eigene Konzepte von guter Arbeit in die Auseinandersetzungen einzubringen. Das Konzept „Gute Arbeit“ kann so zu einem eigenständigen Ausgangspunkt für eigene Zukunftsentwürfe werden. Zugleich rücken wir mit unserer Initiative „Gute Arbeit“ die betriebliche Alltagsgestaltung der Arbeitsbedingungen erneut ins Zentrum unserer Arbeit in den Betrieben.« Lothar Schröder/Hans-Joachim Schulz
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